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Informieren

Ihr behandelnder Arzt oder Ihre behandelnde Ärztin ist Ihre wichtigste Ansprechperson, wenn Sie Fragen zum Thema Bluthochdruck haben. Aber auch andere Berufsgruppen, wie Physio- oder Ergotherapeut*innen können Ihnen fachliche Informationen anbieten. Im Internet können Sie sich auf vielen Seiten informieren. Was Sie dabei beachten sollten, finden Sie weiter unten. Lesen Sie – wie Sie es jetzt gerade und hier tun – nach, um Ihre Erkrankung besser verstehen zu können.

Verstehen und Entscheiden

Gut informierte Patient*innen können aktiv an der Entscheidung zur Behandlung teilnehmen. Lesen Sie sich daher ins Thema ein. Wenn Sie wissen, was Risikofaktoren für Bluthochdruck sind und welche Auswirkungen ein nicht-behandelter Bluthochdruck haben kann, verstehen Sie die Zusammenhänge insgesamt besser. Sie können dann gemeinsam mit Ihrem Arzt * Ihrer Ärztin entscheiden, wie die Behandlung ablaufen soll [4]. So werden Sie persönlich aktiv und können selbstwirksam zum Herrn der Lage werden.

Als Patient*in haben Sie in Deutschland bestimmte Rechte. Ihr Arzt * Ihre Ärztin muss Ihnen etwa die Erkrankung und die Maßnahmen so erklären, dass Sie alles verstanden haben. Wenn Sie bestimmte Begriffe nicht kennen oder Fragen offenbleiben, fragen Sie nach. Scheuen Sie sich insbesondere nicht davor, Ängste und Sorgen zu äußern.

Mehr zu erfolgreichen Arzt-Patienten-Gesprächen, und wie Sie sich als Patient*in gut darauf vorbereiten können, erfahren Sie unter » Mehr Mitsprache.

Holen Sie sich für ein gutes Gefühl mit der Entscheidung auch die Meinung eines weiteren Arztes oder einer weiteren Ärztin ein. Fragen Sie dazu bei Ihrer Krankenkasse nach, was genau übernommen wird. Die Kasse kann Ihnen manchmal auch Fachkräfte vermitteln.

Quelle: [1]

Zurechtfinden im Online-Dschungel

Im Internet findet man unzählige Informationen zum Thema Bluthochdruck. Dabei ist es mitunter sehr schwierig zu entscheiden, welche Informationen verlässlich und seriös sind und welche nicht. Um einschätzen zu können, wie vertrauenswürdig eine Internetseite zu Gesundheitsfragen ist, geben wir Ihnen eine Checkliste mit Fragen an die Hand, die auf der jeweiligen Internetseite beantwortet werden sollten.

Wichtiger Hinweis: Wenn Sie sich unsicher fühlen oder Ihre Beschwerden ärztlich abklären lassen wollen, nehmen Sie bitte frühzeitig Kontakt zu Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin auf.

Checkliste: Im Internet richtig informieren
  • Wer hat die Informationen auf der Internetseite erstellt? Herausgeber*innen und/oder die Autor*innen sollten genannt sein.
  • Wie alt sind die Informationen? Wann wurden sie erstellt und wann wurden sie zum letzten Mal aktualisiert? Das Datum der letzten Aktualisierung sollte angegeben sein.
  • Welche Informationsquellen wurden dafür genutzt? Ist eindeutig dargestellt, welche Informationen aus der jeweiligen Quelle stammen? Gibt es ein Literaturverzeichnis, um die Herkunft der Informationen nachvollziehen zu können?
  • Wird auf der Internetseite etwas verkauft, z. B. ein neues Medikament, ein Trainingsprogramm oder Hilfsmittel? Gibt es eine klare Trennung von Werbung und redaktionellem Beitrag? Informationen, die der Vermarktung dienen, sind keine unabhängigen Gesundheitsinformationen.
  • Werden Angaben zur Finanzierung der Internetseite und zu möglichen Interessenkonflikten gemacht? Wenn die Internetseite von der pharmazeutischen Industrie oder anderen privaten Unternehmen gefördert wird, muss dies klar auf der Seite erkennbar sein.
  • Wird auf der Internetseite etwas zum Nutzen UND Schaden der Behandlungen gesagt? Werden Nebenwirkungen verständlich und ausführlich beschrieben?
  • Sind Angaben zum Datenschutz und zum Umgang mit Nutzerdaten verfügbar?

Quellen: [2] und [3]

Konkrete Empfehlungen

Informieren Sie sich auch online bei vertrauenswürdigen Anbietern von Gesundheitsinformationen. Neben diesem Bluthochdruck-Portal von tala-med, finden Sie unter anderem bei folgenden Anbietern wissenschaftlich fundierte und fachlich geprüfte Informationen:

Einen guten Ausgangspunkt für allgemeine Fragen bietet unsere Suchmaschine tala-med Suche. Hier werden nur Inhalte von Anbietern gezeigt, die Gesundheitsexpert*innen des Universitätsklinikums Freiburg geprüft haben. Zusätzlich können Sie in vier Kategorien entscheiden, was Ihnen bei Ihrer Suche besonders wichtig ist: aktuell, nutzerfreundlich, vertrauenswürdig, verständlich.

Schaubild tala-med Suche

Informationen zum Herunterladen

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PDF: Informieren Sie sich

Quellen

[1] Bundesministerium für Gesundheit: Ratgeber für Patientenrechte, 2022. Zugriff am 07.10.2022

[2] Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Sich informieren und entscheiden. Zugriff am 07.10.2022.

[3] Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin. Gute Praxis Gesundheitsinformation. Der Weg zu guten Gesundheitsinformationen. Berlin, 2016. Zugriff am 07.10.2022.

[4] Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie – Langfassung, Version 1.0. 2023.

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